Retail Design Award für Puma

Auf der diesjährigen EuroShop-Messe 1 wurde neben dem Lebensmitteleinzelhändler Coop.fi Novoli und der Modekette Simons die Marke Puma für das beste Store-Konzept mit dem RetailDesign Award 2 prämiert. Die international orientierte Auszeichnung wird jährlich durch das renommierte EHI Retail Institute mit Sitz in Köln vergeben. Belohnt wurden die Bemühungen rund um den in der japanischen Metropole Osaka eingerichteten Flagship-Store der deutschen Traditionsmarke aus Herzogenaurach. Die synergetische Verbindung von internen und externem Shop-Design, sowie die Anknüpfungspunkte an japanische Architektur wurden hervorgehoben. In der Region Osaka wohnen ca. 17,5 Millionen Menschen. Die Stadt ist das traditionelle Handelszentrum Japans.

Puma Brand Store Osaka (Quelle: Die Photodesigner.de, Ken Schluchtmann)

Puma Brand Store Osaka (Quelle: Die Photodesigner.de, Ken Schluchtmann)

Naturgemäß sind Flagship-Stores eher der Gegenstand von Inititativen der Marke RetailDesign Award als „normale” flächendeckend gleich oder ähnlich gestaltete Niederlassungen typischer Filialisten. Es ist jedoch bemerkenswert, dass im Falle von Coop.fi und Simons — nebem Puma — Konzepte eben dieser gleichwertig auf das Podium gehoben wurden. Möglicherweise war genau diese Ausgewogenheit aus Hersteller-Brand und Einzelhändler-Kette eines der Ziele der Jury bei ihrer Festlegung auf die Prämierten. Eine Preisträgeranalyse der vergangenen Jahre scheint jedenfalls die »gesunde Mischung« als eines der bestimmten Vergabeparadigmen zu belegen. In 2013 gingen die Lebensmittelmärkte Hieber′s Frische Center mit Sitz in Lörrach, das Liverpool Kaufhaus in Mexiko City, der Louis Vuitton „Island Maison” Flagship-Store in Singapur und die Kaufhauskette Neiman Marcus für ihre damals jüngste Eröffnung in Walnut Creek, Kalifornien ein in die Annalen. Und im Jahr 2012 die Kaufhausketten Tsvetnoy in Moskau und Galaria Kaufhof in München sowie die Bekleidungsmarke Uniqlo.

Sollten die ausgezeichneten Konzepte tatsächlich gleichwertig „ein ganzheitliches Storekonzept mit klarer Sortimentsbotschaft” vermitteln, ließe sich daraus ableiten, dass die Einzelhändler dem wachsenden Konkurrenzdruck infolge der online wie offline steigenden Marktpräsenz ihrer eigenen Lieferanten kreativ entgegenwirken.

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